Auf einen interessanten und mit Sicherheit kontroversen Artikel bin ich bei Thermopress Europe gestossen. Mutig und zielstrebig argumentiert Gunter Pelka hier gegen Maschinen wie z.B. Transferpressen aus China. Überrascht und interessiert zu diesem Thema habe ich persönlich nachgefragt. Tatsächlich, Thermopress hat es sich auf die Fahne geschrieben keine Maschinen und Transferpressen aus dem ostasiatischen Markt zu verkaufen und setzt ausnahmslos auf europäische Qualität wie zum Beispiel vom französischen Hersteller SEFA.

Dabei bieten eine Vielzahl von Marktbegleitern verschiedene Transferpressen, insbesondere Tassenpressen auch aus China an. Sie sind günstig, einfach zu bedienen und erfüllen ihren Zweck. Wie Pelka richtig ausführt werden dabei die menschlichen Aspekte aber auch die der Sicherheit der Maschinen hier oft außer Acht gelassen. Wohl kaum einem Nutzer oder Händler dieser Transferpressen wird der Vorgang der Produktion und die dortigen Verhältnisse geläufig sein. Gerade deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Qualitätsmängel häufig an der Tagesordnung sind. Heizelemente werfen blasen, die Elektronik fällt aus, Ersatzteile sind schwer oder gar nicht zu beschaffen. Letztendlich hilft da meist nur einer kompletter Austausch. Wohl dem, der da noch Garantie hat. Häufig ist die aufgebrachte CE Kennzeichnung fraglich oder eine VDE Zertifizierung durch den Importeur unmöglich.

Ist es also nur Marketing oder die feste Überzeugung unserer eigenen Qualitätvorstellungen wieder “Made in Europe” zu produzieren? Wird dies von Kunden und Anwendern geschätzt und auch bezahlt oder bleibt es bei billig, billig? Was hat eine chinesische Tassenpresse aus Shenzhen was eine Multi-Mug nicht hat?

Das Thema ist und bleibt zwiegespalten. Einerseits möchte jeder seine täglichen Arbeitsmaschinen so gut und zuverlässig wie möglich haben, andererseits wird auch hier immer wieder auf den Preis geschaut. Insbesondere Anfänger lassen sich zu besonderen Schnäppchen – auch auf Ebay – in diesem Bereich verleiten, zahlen viel Lee(h)rgeld und investieren letztendlich häufig dann doch in eine funktionelle, zuverlässige und bewährte Maschine.

Doch eines ist dabei sicher. Um die unzähligen bedruckbaren Artikel für den Sublimationsdruck kommt man “Made in China” & Co. nicht herum.

Wie seht ihr das? Über die Kommentare darf gerne mit diskutiert werden.