Der Anpressdruck ist bei bestimmten Produkten enorm wichtig. Insbesondere filigrane Materialien wie Glas oder sich verformende Produkte wie große Platten aus verstärktem Fiberglas benötigen weit weniger bzw. mehr Anpressdruck als einfache Standardartikel. Der Anpressdruck lässt sich bei fast allen Transferpressen nur über Anhaltswerte einstellen. Bei manuellen Pressen dienen die eigene Muskelkraft und das eigene Gefühl das Maß aller Dinge, um den Anpressdruck korrekt einzustellen. Bei pneumatischen und hydraulischen Transferpressen wird der Anpressdruck über ein Manometer eingestellt. Der auf dem Manometer angezeigte Wert allein ist aber nicht ausschlaggebend für den tatsächlichen Anpressdruck.

Auch der Durchmesser des Stempels oder die Mechanik welche die Heizplatte an die Arbeitsplatte drückt oder umgekehrt trägt entscheidend zu dem realen Anpressdruck bei. Der Hersteller bzw. Lieferant der entsprechenden Transferpresse kann aber zu vielen Produkten bereits Anhaltspunkte zu verschiedenen Produkten liefern, wodurch sich die Einrichtung des Anpressdrucks für viele andere bedruckbare Produkte ableiten lässt.

Wird ein zu hoher Anpressdruck gewählt kann der bedruckte Artikel beschädigt werden, splittern oder wird platt gedrückt, falls sich das Material bei Wärmeeinwirkung verformt. Ein zu schwacher Anpressdruck hat oft ein sehr schwaches wolkiges Bild zur Folge. Materialien welche eine eigene Restfeuchtigkeit aufweisen wölben sich bei Erhitzung auch gerne an den Außenseiten nach oben wodurch dann in der Mitte ein großer weißer Punkt entsteht. Hier muss mit anderen Parametern bei Anpressdruck und Temperatur experimentiert werden.