Der Tellerdruck ist eines der am seltensten verwendeten Druckverfahren im Sublimationsdruck. Gründe dafür sind einerseits die grundsätzlich geringe Nachfrage, andererseits die Komplexität dieser Drucke. Die Ausschussquote beim Tellerdruck ist oft so hoch, dass sich das Bedrucken eines einzelnen oder einiger weniger Teller gar nicht rentiert. Insbesondere kommt dabei noch die fehlende Routine hinzu. Ärger ist fast immer vorprogrammiert.

Die für den Sublimationsdruck geeigneten Teller müssen selbstverständlich auch polyesterbeschichtet sein. Durch den Produktionsprozess des Tellers selbst befindet sich in der Mitte des Tellers eine minimale Vertiefung in der Keramik. Besonders dieser Bereich ist beim Sublimationsdruck anfällig für wolkige Drucke, da der Anpressdruck dort geringer ist als in den anderen Bereichen.

Auch sollte man die Teller vor dem Pressen auf eine möglichst hohe Temperatur (> 70°C) im Backofen vorheizen. Durch das Pressen mit einem speziellen Heizelement wird nur der Innenbereich des Tellers aufgeheizt. Der äußere Rand bleibt kalt oder wärmt sich nur geringfügig auf. Dadurch ergeben sich hohe Spannungen zwischen dem Innen- und Außenbereich. Die Folge: Der Teller springt oder platzt regelrecht auseinander. Die Wucht kann so stark sein, dass sogar Verletzungsgefahr besteht. Trotz jeder Neutralität raten wir hier von der halbherzigen Verwendung des Tellerdrucks ab.

Besser eignen sich hier Drucktechniken wie die Schiebetechnik bei denen das Motiv in einem Wasserbad von dem Trägerpapier abgelöst wird und dann auf den Teller geschoben wird. Bei diesem Verfahren wie auch beim Sublimationsdruck ist der Teller für den täglichen Gebrauch nicht geeignet sondern eignet sich eher als Geschenk, Zier- oder Schmuckstück.