Grundsätzlich wird bei Epson- und Ricoh-Druckern welche für den Sublimationsdruck verwendet werden nichts “umgebaut”, wie manch einer im Sprachgebrauch meint. Für den Sublimationsdruck wird der Drucker lediglich mit Sublimationstinte befüllt und der Drucker mit dem entsprechenden ICC-Profil im Druckertreiber eingerichtet.

Dennoch ergeben sich durch die Verwendung der Sublimationstinte je nach Druckaufkommen und Nutzungshäufigkeit verschiedene Aspekte, die kleine Modifikationen am Drucker nötig machen.

Bei den Epson Stylus PRO 4xxx Druckermodellen befindet sich im Bereich der Capping Station ein sogenannter Spucknapf. Während Druck- und Reinigungsvorgängen “spuckt” der Druckkopf dabei in diesen hinein, um alle Düsen auch während der Nutzung frei zu halten.

Der bei den PRO-Modellen verwendete Spucknapf besteht aus einem schwarzen Kunststofftrichter auf dem ein kleines Metallgitter sitzt in dem ein dünnes Filz eingearbeitet ist. Auf dieses Filz tropft bei den regelmäßigen “Spuckvorgängen” die Tinte, sickert durch das Gewebe und fliest weiter bis in den Tintenabfalltank.

Durch die leicht zähere Konsistent der Sublimationstinte und den meist erhöhten Gebrauch des Druckers kann es vorkommen, dass die Tinte das Metallgitter und das Filz verklebt. Dadurch kann die Tinte nicht mehr richtig abfliesen, bleibt auf der Oberfläche stehen und kann den Druckkopf bei größeren Tintenmengen von unten verschmutzen.

Dem können Sie leicht Abhilfe schaffen. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Nehmen Sie einen kleinen spitzen Gegenstand zur Hand – z.B. ein kleiner Schraubendreher – und stechen Sie das Gitter des Spucknapf vollflächig durch, sodass das Filz komplett geöffnet wird. Dadurch kann die Tinte besser in den Tintenabfalltank laufen.
  2. Als Alternative können Sie auch das komplette Gitter mit einer spitzen Zange komplett entfernen. Dabei lässt sich das Gitter nachträglich aber nicht mehr montieren. Wenn die in Punkt 1 beschriebene Möglichkeit ausreicht, sollten Sie nur das Gitter durchstechen.

Alle hier beschriebenen Modifikationen erfolgen auf eigene Gefahr.