Die Entwicklung von Kleinformatdruckern zu Produktionsmonstern oder „Es weihnachtet sehr….“

Seit nunmehr neun Jahren beschäftige ich mich mit dem Sublimationsdruck und kenne so ziemlich alle Druckermodelle seit dem Epson Stylus Color 3000. Auch diesen habe ich gelernt im Schlaf auseinander zu nehmen und wieder zusammen zu bauen.

Seitdem hat sich viel getan und der Sublimationsdruck ist weiterhin unaufhörlich am Wachsen. Seit die Fotodienstleister mit dem Wegfall der analogen Fotografie nun die entgangenen Umsätze der Bildentwicklungen durch Fotogeschenke und personalisierte Produkte auffangen steigert dies auch bei kleinen Shops und Produzenten die durchschnittliche Nutzung der weit verbreiteten DIN A4 und A3 Drucker.

Nicht nur, aber auch auch gerade in der Vorweihnachtszeit macht sich dies insbesondere bei den Händlern durch erhöhte Supportanfragen bemerkbar. Gemächlich vor sich herdruckende Systeme müssen nun alles geben, um den täglichen Auftragseingang zu bewältigen. Und fast schon vergessene bereits mit einer dezenten Staubschicht versehene Tintenspritzer werden aus dem Regal gekramt und versucht zu reaktivieren.

Dabei bleibt das ein oder andere System auf der Strecke oder man realisiert, dass der bisher verwendete Kleinformatdrucker die gewünschte Zuverlässigkeit welche er seit über einem Jahr an den Tag gelegt hatte nicht mehr leisten kann.

Diese Situation ist eigentlich schon immer so. Insbesondere durch die bisher verwendeten Epson-Drucker mit externem Schlauchsystem kam und kommt es bei übermässiger oder zu sporadischer Nutzung immer wieder zu Problemen und Frust der nicht unbedingt sein müsste.

Mit einfachen Fragen zu Wirtschaftlichkeit und Effektivität und ob sich der bisherige Kleinformatdrucker in der Vergangenheit mit den eingegangenen Aufträgen bezahlt gemacht hat, sollte man sich bei vermehrt auftretenden Problemen die Frage stellen, ob eine Anschaffung eines neuen Drucksystems Sinn macht.

Durch die seit einigen Monaten für den Sublimationsdruck verfügbaren Ricoh Drucker hat sich das zwangsläufige und nur passiv verdiente Monopol von Epson im Sublimationsdruck stark relativiert. Durch die bei Ricoh getrennt vom Druckkopf liegenden Kartuschen und dem innenliegenden fest installierten Schlauchsystem bis zum Druckkopf erübrigt sich für den Anwender eine aufwändige Installation.

Deshalb stellt sich nicht nur zur aktuellen Vorweihnachtszeit sondern generell immer häufiger die Frage nach einem Wechsel von Epson zu Ricoh. Die einschlägigen und unabhängigen Foren sind voll von Lobeshymnen über die Ricoh Drucker und empfehlen ganz klar den Wechsel.

Sicherlich haben auch die Epson Geräte noch ihre Daseinsberechtigung, insbesondere wenn sich diese bei kleineren Startschwierigkeiten mit einigen wenigen Handgriffen und ggf. einem Spülen des Druckkopfes wieder zum gewohnt zuverlässigen Drucken überreden lassen.

Dennoch ist ein deutlicher Trend in der Entwicklung und der Häufigkeit der Nutzung der Sublimationsdrucker erkennbar. Häufiger, regelmäßiger und mit höherem Druckaufkommen verkürzt sich die „Halbwertszeit“ der eigentlich als Bürodrucker und für Privatkunden gedachten System von damals durchschnittlich bis zu 2,5 Jahren auf nunmehr teilweise schon unter einem Jahr bis ein Drucker z.B. einen vollgelaufenen Tintentank hat, welcher bei den meisten Geräten noch ein bis zwei Mal resettet werden kann, bis man sich ernsthaft Gedanken über eine Neuanschaffung machen sollte.

Die derzeit massiv beworbenen Ricoh Geräte sowie auch die Epson DIN A2- Modelle wie der Epson Stylus PRO 4450 verfügen hierbei über einen austauschbaren Tintenabfalltank und sind auch seitens der gesamten Mechanik und Druckkopftechnik den kleineren Geräten weitaus überlegen. Hier kann man sicher sein, dass diese Geräte über Jahre hinweg ihren Dienst einwandfrei erledigen.

Als unabhängige Wissensplattform in der Sublimationsdruckbranche kann ich Ihnen deshalb nur empfehlen ihre aktuelle Ausstattung im Einzelfall zu überdenken und ggf. eine Neuanschaffung anzustreben.

In erster Linie tun Sie dabei sich selbst und insbesondere Ihren Kunden etwas Gutes.

Denn wer will schon wenige Tage vor Weihnachten entnervt ebenfalls entsprechende Kunden im Laden stehen haben, weil der bisher wenig beachtete Sublimationsdrucker in der Ecke durch fehlende Aufmerksamkeit und Pflege oder sogar durch die radikale über das normale Maß hinausgehende Benutzung mit einem Streik quittiert und Ihnen somit das Weihnachtsgeschäft vermiest?

2 Gedanken zu “Die Entwicklung von Kleinformatdruckern zu Produktionsmonstern oder „Es weihnachtet sehr….“”

  1. Ich habe den Schritt gewagt und bin bis jetzt nur enttäuscht worden.Ich habe den Ricoh gx3300n –
    Nah dem ich alles eingerichtet hatte und alles sich mit Tinte gefüllt hatte war die Tintenanzeige blos noch halb voll.Vom Support bekam ich die Antwort das muss so sein weil sich das System erst füllen müsste. Nach ungefäir 50 Drucken kam die Meldung Restgelunit wechseln. Das war die nächste Frechheit .Ich habe dafür 60 Euro bezahhlt.Dann hatte ich den Drucker wieder eingeschaltet und nach einer Weile waren 3 Kartuschen leer ohne was gedruckt zu haben.Nachdem ich 3 kartuschen gewechselt habe , konnte ich zwei Ausdrucke machen und schon war Eine Kartusche von den frisch gewechselten wieder leer und die anderen blos noch halb voll. Wo bleibt da die wirtschaftlichkeit.

  2. Also wir verwenden einen Ricoh 7100 A3 Drucker und haben schon weit über 100 Seiten gedruckt ohne das die Kartuschen leer sind oder der Restgelbehälter nur was anzeigt.

    Wir haben mittlerweile einen kleinen Bruder den 2100 und genau das gleiche.

    Ich kann sie nur empfehlen die Drucker

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