Die Chipsteuerung an aktuellen Tintenkartuschen ist und wird immer komplizierter. Nicht ohne Grund haben Firmen trotz jahrelanger Erfahrung immer größere Probleme die Funktionen der Chips zu umgehen oder nachzustellen. Diese Sicherheitsmechanismen werden von den Originaltinten-Herstellern verständlicherweise gegen Konkurrenten mit Billigtinten entwickelt.

Gewerbetreibende im Sublimationsdruck welche aber weder ein Interesse an den Original- noch an den Nachfülltinten haben, haben hier leider das Nachsehen. Durch die Eigenschaften des Sublimationsdrucks funktioniert die verwendete Sublimationstinte nur in Druckern mit der Piezo-Druckkopf-Technologie. Überwiegend werden hier deshalb Epson Drucker im Kleinformatbereich eingesetzt. Ricoh wird ebenfalls immer mehr zu einer interessanten Alternative. Im Großformatdruck gibt es eine größere Auswahl an Herstellern wie Mimaki, Roland und Mutoh, welche meist nicht die restriktiven Sicherheitsmechanismen haben wie im Kleinformatbereich.

Insbesondere bei der Zusammenarbeit in der Entwicklung von Lösungen ohne Chipsteuerungen zeigen sich große Unternehmen wie z.B. Epson leider wenig kooperativ. Der prozentuale Anteil an Sublimationsdruckern auf dem Markt ist natürlich äußerst gering und für Hersteller wie Epson wenig interessant. Insbesondere auch deshalb, da eine Fremdtinte eingesetzt und auch im Nachhinein kein Original Epson Verbrauchsmaterial verwendet wird. Bei derartigen Insellösungen für diese kleine aber interessante Branche zeigen sich Unternehmen wie Ricoh derzeit weitaus kooperativer.

Auch ist bereits seit einigen Jahren die Entwicklung eigener herstellerunabhängiger Drucksysteme für den Sublimationsdruck geplant. Solch ein Vorhaben würde allerdings eine komplette Neuentwicklung des gesamten Drucksystems von der Elektronik und Mechanik beinhalten. Der Preis für solch einen nicht-chipgesteuerten Drucker wäre vergleichsweise sehr viel höher. Deshalb hält man sich im Sublimationsdruck noch an Epson und Ricoh. Noch…

Beispiel für chipgesteuerte Kartuschen an einem Epson-Drucker. Jeder Chip enthält Informationen über die Farbe und den Füllstand der Kartusche.